S T U D I E N   Z U   D E N   B I N N E N H Ä F E N
in Zentraleuropa als Knotenpunkte europäischer KommunikationsnetzwerkeBinnenhäfen_Emotion

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Das Projekt

Binnenhäfen werden innerhalb der europäischen Archäologie und Verkehrsgeschichte des Früh- und Hochmittelalters häufig vernachlässigt, obgleich Schriftquellen ihre Bedeutung deutlich belegen. Im Rahmen des Projektes wird daher eine systematische,  interdisziplinäre archäologische-historische Forschung dieser Plätze angestrebt. Nachdem in der ersten Projektphase die Fundorte Karlburg am Main und der Pfalzkomplex Salz hinsichtlich der Existenz von Hafenanlagen und ihre verkehrsgeografische Bedeutung im ostfränkischen Reich untersucht wurden, liegt der Fokus innerhalb der zweiten Förderphase 2015-2018 auf den früh- und hochmittelalterlichen Hafenbefunden von Frankfurt am Main, Regensburg und Speyer. Die Ergebnisse der archäologisch-historischen  Untersuchung werden mit Hafenbefunden auf überregionaler Ebene unter Einbeziehung der französischen Binnenhafenforschung verglichen und mit historischen Quellen zu Handel, Verkehr und Zollwesen kontextualisiert. Neben der Klärung des historischen Uferverlaufs, der Konstruktionsweise der Uferbefestigungen und der Funktionen der Hafenanlagen stellt sich für Frankfurt, Regensburg und Speyer die Frage nach einer möglichen Nachnutzung älterer Anlagen aus römischer Zeit. Die archäologischen Befunde werden daher im Zusammenhang mit der topographischen Stadtentwicklung und ihrer Infrastruktur epochenübergreifen von der Antike bis in das Hochmittelalter untersucht. In einer diachronen Analyse erfolgen eine Gegenüberstellung der baulich-funktionalen Entwicklung von Binnenhäfen im Früh- und Hochmittelalter mit römischen Häfen sowie eine Strukturanalyse zur Erfassung des Bedeutungswandels des Binnenhafennetzwerkes für Kommunikation und Verkehr zwischen Mittelmeer und Nordsee.


Kontakt

Projektleitung/Antragsteller: Prof. Dr. Peter Ettel (Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, FSU Jena), Prof. Dr. Achim Hack (Historisches Institut, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, FSU Jena).
Mitarbeiter: Andreas Wunschel M.A., Doris Wollenberg M.A. und Iris Nießen M.A. (alle Seminar für Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie, FSU Jena), Carolin Haase (Historisches Institut, Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte, FSU Jena).
Laufzeit: seit 2012
Internetpräsenz: Homepage SPP "Häfen"

Fördernde und mitwirkende Institutionen

» Deutsche Forschungsgemeinschaft (SPP 1630 "Häfen von der Römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter. Zur Archäologie und Geschichte regionaler und überregionaler Verkehrssysteme"), Förderperiode 2012-2015

» Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena

» Bayerische Gesellschaft für Unterwasserarchäologie e. V.

» Universität Dresden, Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften, Fachrichtung Geowissenschaften

» Universität Würzburg, Insitut für Geographie und Geologie

» Stadt Bad Neustadt an der Saale