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Das Projekt

Die Experimentelle Archäologie überprüft Hypothesen zu archäologischen Fragestellungen mit Hilfe von wissenschaftlichen Versuchsaufbauten. Im Mittelpunkt stehen dabei in erster Linie archäologische Funde und Befunde, deren funktionelle Interpretation aus dem Fundzusammenhang heraus in den meisten Fällen nicht eindeutig möglich ist. Mit Hilfe der Experimente werden verschiedene Interpretationsansätze überprüft, um sich den tatsächlichen prähistorischen Gegebenheiten anzunähern.

Im Sommersemester 2005 fand im Bereich für Ur- und Frühgeschichte erstmals eine Übung zur Einführung in die Methodik der Experimentellen Archäologie unter dem Titel "Knochen, Salz und Müll" statt. Die Veranstaltung wurde von Diego Scholz und Christian Tannhäuser, beides Fachstudenten am Bereich und Mitglieder des "Milzener e.V.", einem gemeinnützigen Verein, der sich bereits seit mehreren Jahren mit archäologischen Experimenten und Museumspädagogik beschäftigt, geleitet.

Zunächst wurden den Übungsteilnehmern in mehreren Sitzungen die theoretischen Hintergründe zur Forschungsgeschichte, Definition, Anliegen und Durchführung von Experimenten in der Ur- und Frühgeschichtsforschung näher gebracht. Roman Scholz, angehender Diplomingenieur für Grabungstechnik von der FHTW Berlin und ebenfalls Mitglied des "Milzener e.V." hielt einen Gastvortrag über die aktuellsten Methoden der Dokumentation in der Archäologie.

In einem zweiten Schritt erarbeiteten die Studenten eigenständig einen Experimentierplan zu vorgegebenen Problemstellungen. Anhand dieser Pläne wurden im Juni und Juli 2005 auf dem Grundstück des Vereins in Melaune (Niederschlesischer Oberlausitzkreis), die folgenden Experimente durchgeführt.

Derzeit laufen die Planungen für das zukünftige Lehrprogramm zu diesem Themenschwerpunkt.


Kontakt

Projektleitung: Diego Scholz; Christian Tannhäuser M. A.