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Termine

Das Bachelorstudium »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte« im Kern- und Ergänzungsfach an der Friedrich-Schiller-Universität Jena startete erstmals zum Wintersemester 2007/08. Einschreibungen erfolgen in der Regel zum Wintersemester.

Profil und Voraussetzung

Erwartet wird Interesse an historisch-kulturellen Zusammenhängen. Idealvoraussetzung für das Studium und eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit im Fach wären Begabungen sowohl im geisteswissenschaftlich-historischen als auch naturwissenschaftlichen Bereich. Von den Studierenden wird außerdem das Interesse an wissenschaftliches Arbeiten unter zum Teil harten körperlichen Bedingungen und das Potential an analytisch-reflektierender Vorgehensweise erwartet sowie handwerkliche und zeichnerische Fähigkeiten.

Vorraussetzung für das Bachelorstudium ist zum einen die allgemeine (oder fachgebundene) Hochschulreife oder ein von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis und zum anderen eine moderne Fremdsprache Niveau B1 (in der Regel Englisch oder Französisch) mit Nachweis über Schulzeugnis oder durch erfolgreiche Absolvierung von zwei Sprachkursen gemäß Angebot des Sprachenzentrums der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie Kenntnisse einer zweiten modernen Fremdsprache bis zur Anmeldung zur Bachelorarbeit.

Studium

Der Studiengang »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte« mit dem Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) ist auf sechs Semester ausgerichtet und modular aufgebaut. Ein Modul stellt eine thematische Einheit von Lehrveranstaltungen mit entsprechenden Prüfungen dar. Es besteht in der Regel aus zwei Lehrveranstaltungen und erstreckt sich über ein bis zwei Semester.

Lehrgebiete im Studium sind:

  • Methoden und Hilfsmittel,
  • Kenntnisse in den Perioden,
  • Kenntnisse der Studiensammlung und der Archäologie Europas (Urgeschichte) und Mitteldeutschlands (Vor- und Frühgeschichte),
  • Formenkunde,
  • Auswertung von Fundkomplexen,
  • wissenschaftliches Zeichnen,
  • Museums- und Ausgrabungspraktika,
  • Exkursionen zu Geländedenkmälern und Museen.

Der Bachelorstudiengang »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte« befähigt zur angeleiteten Umsetzung und Anwendung der im Studium erworbenen Kenntnisse.

Kernfach

Der Bachelorstudiengang »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte«vermittelt wissenschaftliches Grundwissen zu den Epochen der Urgeschichte (Paläolithikum, Mesolithikum), Vorgeschichte (Neolithikum, Bronze- und Eisenzeit) und Frühgeschichte (Römische Kaiserzeit, Früh- und Hochmittelalter) in Mitteleuropa und den angrenzenden Regionen.

Das Studium beginnt mit der Absolvierung von zwei Basismodulen, die einen Überblick zu den Epochen sowie den Methoden und Theorien der ur- und frühgeschichtsforschung geben. An diese schließen drei Module, in denen Wissen zu den drei grundlegenden Epochen (Ur-, Vor-, Frühgeschichte) gelehrt wird an. Parallel  zu diesen kann das erste Aufbaumodul zur Quellenkunde besucht werden, das Kenntnisse über Fundmaterialien und Geländedenkmäler vermittelt. Nachfolgend wird das zweite Aufbaumodul zur Vertiefung in einer je nach individueller Neigung selbst gewählten Epoche der Ur-, Vor- und Frühgeschichte zur Stärkung der Epochenkompetenz und zum Sammeln von Erfahrung in der wissenschaftlichen Präsentation studiert.

Die Praktika der Praxismodule zur Ausgrabung, das Museumspraktikum sowie ein  Praktikum nach eigener Wahl können nach der Absolvierung der Basismodule abgeleistet werden. Die Praxis stellt einen wichtigen Bestandteil des Studiums dar. Schon ab dem ersten Semester können Praktika, insbesondere Ausgrabungen, absolviert werden. Diese laufen über mehrere Semester, da eine Aufteilung der achtwöchigen Grabungszeit auf mindestens zwei, in Zeit und Methodik unterschiedlichen Grabungen empfohlen wird.

Das Modul zur fachübergreifenden Studienergänzung dient in erster Linie der Vervollständigung der Fremdsprachenkompetenz im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen (ASQ). Bei bereits vorhandenen ausreichenden Sprachkenntnissen können Alternativangebote der Philosophischen Fakultät  besucht werden.

Ein Abschluss im Bachelor-Kernfach Archäologie Ur- und Frühgeschichte befähigt vor allem zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung im konsekutiven Masterstudiengang Ur- und Frühgeschichte der Friedrich Schiller-Universität sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Masterstudiengängen. Der Bachelorabschluss in Archäologie Ur- und Frühgeschichte ist die erste berufsfeldbezogene Qualifikation, die zu Tätigkeiten im Bereich der Bodendenkmalpflege der Bundesländer, im musealen Bereich von Staat und Kommunen, in zentralen und regionalen Forschungseinrichtungen, an Universitäten und in privatwirtschaftlichen Grabungsfirmen, didaktischen Einrichtungen und im Tourismus befähigt.

Ergänzungsfach

Die »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte« im Bachelor-Ergänzungsfach eignet sich besonders zur Verknüpfung mit einem Bachelor-Kernfach in Geo- (Geologie, Physische Geographie, Bodenkunde), Bio- (Zoologie, Botanik, Physische Anthropologie) und Geisteswissenschaften (Geschichte, Altertumswissenschaften mit Spezialisierung Klassische Archäologie oder Alte Geschichte, Volkskunde und Kulturwissenschaften). Nach Studienabschluss ist auch eine Weiterqualifizierung in einem Masterstudiengang der Ur- und Frühgeschichte an der FSU möglich.

Das Ergänzungsfach »Archäologie der Ur- und Frühgeschichte« dient dem Erwerb grundlegender Kenntnisse, Fähigkeiten und Arbeitstechniken in den Epochen Urgeschichte (Paläolithikum, Mesolithikum), Vorgeschichte (Neolithikum, Bronze- und Eisenzeit) und Frühgeschichte (Römische Kaiserzeit, Früh- und Hochmittelalter) in Mitteleuropa und angrenzende Regionen. Darüber hinaus werden je nach Wahl der Module die Kenntnisse in Ur-, Vor- oder Frühgeschichte vertieft. Durch Ausgrabung und Praktikum erwerben die Studierenden Grundkenntnisse in der Dokumentation und im Umgang mit archäologischen Quellen und sind mit den erlernten Arbeitstechniken in der Lage Fundmaterial unter Anleitung zu bearbeiten, kritisch auszuwerten und zu präsentieren.